Hoch- bis spätmittelalterliche Exponate
Hoch- bis spätmittelalterliche Exponate
Militärische Ausstattung
Schlüssel, Sporen, Schnallen, Riemenzungendurchzüge sowie diverse Zaumzeug- und Gürtelanhänger weisen auf eine militärisch geprägte Besatzung der spätmittelalterlichen Burg hin.
Münzfunde
Besonders hervorzuheben ist der Hochrandpfennig des 11. Jahrhunderts, auch Wendenpfennig genannt. Der Name kommt von westslawischen Volksstämmen. Diese Münze stammt ungewöhnlicherweise nicht vom Prägeort Würzburg, sondern wohl aus Magdeburg und war im hiesigen Geldverkehr eher unüblich.
Adlersymbole der Stauferzeit
Zwei Schild- oder Sattelnägel mit heraldischen Adlermotiven zeigen soziale Unterschiede: ein größerer, hochwertiger Nagel „für den Herren“ und ein kleinerer, schlichterer „für den Knappen“.
Frühe Handfeuerwaffen (~1400)
Eine bedeutende Innovation waren Handfeuerwaffen, die mit Schwarzpulver befüllt waren. Ausgestellt ist ein Bruchstück der Brennkammer einer sogenannten „Tannenbergbüchse“. Diese Waffe gilt als älteste sicher datierbare Handfeuerwaffe Europas.
Der Name geht auf einen Fund aus der Burg Tannenberg zurück, die 1399 zerstört wurde.
Pilgerzeichen (14.–15. Jahrhundert)
Ein Pilgerzeichen aus Blei stammt aus Rom zeigt den „Salvator Mundi“. (lateinisch für Heiland der Welt, einem Ölgemälde, das Leonardo da Vinci um 1500 zugeschrieben wird). Solche Zeichen wurden gut sichtbar an Hüten getragen und deuten auf eine Pilgerreise eines Burgbewohners hin.
Schmuck & Kleidung
Der silbervergoldete Kopf eines jugendlichen Mannes gehört zu einem Haken-/Ösenverschluss eines hochwertigen Gewandes des 14. Jahrhunderts.
Einordnung der Funde
Die in dieser Tischvitrine ausgestellten Exponate sind alltägliche Gegenstände, die einen repräsentativen Querschnitt der sozial hochgestellten Burgbewohner widerspiegeln.
